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!ANDA! (Flamenco Fachzeitschrift) Nr. 1 2009
Martinita in Bremen zog um

Das Studio von Martinita in Bremen ist in eine 160 qm große, alte Lagerhalle umgezogen. Ein Kraftakt: "Wir mussten 7 m hohe Wände über 18 m Länge hochziehen, 160 qm Boden und die gesamte Elektrik verlegen, Berechnungen für die optimale Beheizung per Infrarotstrahlern erstellen. Ich kann nur sagen: Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben!" erzählt Martina Bünger. Trotz der Widrigkeiten zogen alle Schülerinnen fröhlich mit. Das Ambiente ist vielversprechend, total zentral, gleich neben dem Hauptbahnhof. In dem ehemaligen Güterbahnhof sind jetzt nur noch Künstler angesiedelt: Maler, Filmemacher, Musiker etc. Nebenan ist ein alternatives Veranstaltungszentrum, in dem die Folkavantgarde aus England, Schweden, Frankreich oder Polen auftritt. Martinita schwebt im neuen Studio auf Wolke 7: "Hier kann ich endlich atmen und machen, was ich will! Mein "Krach" stört niemanden und ich musste keine Kompromisse in der Gestaltung eingehen. Ich habe die ganze Halle in Ochsenblutrot gestrichen, unterbrochen von 5 m hohen gemalten Torbögen in sandgelb." Das muss man wohl gesehen haben.

                           Studioansichten Bremer 06_09        Prinz 06_09
                             bremer 06/09               prinz 06/09

!Artikel über Martinita im „Weser-Kurier“

……. Die Tänzerin und Sängerin hat sich dem Flamenco verschrieben – mit Haut und Haaren: „Im Flamenco lässt sich alles ausdrücken, was es an Gefühlen gibt. Das Besondere ist die Vielseitigkeit des Tanzes und der Musik“. Martinita tanzt seit 18 Jahren. Als Teenager war es zunächst der Jazzdance, für den sie sich begeisterte.

…… Parallel zum Studium kam sie auf den Flamenco. In Deutschland nahm sie Unterricht, und wann immer es möglich war, ging sie für längere Zeit zur Ausbildung nach Sevilla – der Hochburg des Flamencos. Auf regelmäßige Fortbildung verzichtet La Martinita bis heute nicht.

…… La Martinita tanzt nicht nur Flamenco, sondern sie singt ihn auch – eine Besonderheit. Der Gesang, so erzählt sie, sei das Herz im Flamenco, auch wenn der Tanz im Vordergrund zu stehen scheine.

„Flamenco muss nicht schön sein. Es geht vor allem darum, dass das ankommt, was man sagen will“, erläutert sie. Statt eines weichen, eleganten Stils bevorzugt sie die kraftvolle, energiegeladene Art des Flamencotanzes. Wer sich mit den Texten der spanischen Gitanos beschäftige, könne diese „Bodenständigkeit“ entdecken. Dort gehe es um Hunger und Verzweiflung, aber auch um ausgelassene Lebensfreude und Begeisterung, erklärt sie.

Auszüge aus einem Artikel über Martinita im „Bremer-Anzeiger“

…… “Flamenco kann man nicht emotionslos tanzen“, ist Martinitas Erfahrung, „man braucht persönliche Ausdruckskraft sowie innere und äussere Souveränität und viel Haltung.“

…… Dem Flamenco gilt ihre grosse Leidenschaft. Dies und ihre qualifizierte Ausbildung haben sich in Bremen inzwischen herumgesprochen. Sie war beispielsweise an der Choreographie von „Venus und Adonis“ der Bremer Shakespeare Company massgeblich beteiligt.

Zukunftssorgen hat sie nicht: „Flamenco ist ein absolut zeitloser Tanz, den man in jedem Alter tanzen kann. Man muss auch nicht gertenschlank oder wunderschön sein, wichtig ist der persönliche Ausdruck. Ich werde sicher solange Flamenco tanzen, wie ich mich rühren kann.“