Was ist Flamenco?

 Flamenco ist die Lebenslust Andalusiens und Bestandteil der Kultur der
Gitanos. Die Musik und der Tanz sind ein berauschendes Feuerwerk an
Rhythmen und Einflüssen aus der indischen, nordafrikansichen, jüdischen und
spanischen Kultur. Obwohl die Geschichte der Gitanos ein leidvoller Weg
der Verfolgung, Hunger und Gefangenschaft ist, ist Flamenco nicht
nur Ausdruck von Trauer und Leid, sondern im gleichen Maße
Ausdruck von sprühender Lebenlust, Freude, Charm, Witz, Erotik und Liebe.

 

Flamenco ist der Ausdruck von Gefühlen und Erfahrungen im Leben. Im
Ursprung ist er kein Bühnenereignis, sondern ein Bestandtteil
von Familien- und Nachbarschaftsfeiern, auf denen in Form von Liedern
und Tänzen die eigenen als auch gemeinschaftlichen Erfahrungen geteilt
werden. Alle Anwesenden unterstützen die Vorführenden in Form von Palmas
(mitklatschen) und Jaleos (anfeuernde Zurufe). Diese Feiern sind
Gemeinschaftserlebnisse, die allen Teilnehmern Kraft für ihren Alltag liefern.

 

Im Laufe der Jahre wurde der Flamenco immer mehr verfeinert, bühnentauglich
und somit einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Inzwischen
fasziniert und fesselt Flamenco mit seinen mitreissenden Rhythmen, seiner Lebendigkeit,
Authentizität und Farbenpracht Menschen auf der ganzen Welt.

 

 Obwohl Flamenco ursprünglich und archaisch ist, ist er doch zugleich auch sehr
modern. Emotionen wie Freude und Einsamkeit sind ebenso zeitlos und universell,
wie das Gefühl der Überlastung oder die Freude über eine neue Liebe.
Flamenco ist getanztes Leben und getanzter Traum!